Was ist ein "zertifizierter Mediator"?

Seit 1. September 2017 gibt es den Titel "zertifizierter Mediator/zertifizierte Mediatorin", so kann sich jede/r ausgebildete Mediator/in bezeichnen, der/die entsprechend der Verordnung ZMediatAusbV die Ausbildung absolviert hat und nachweisen kann.

Der Verordnung nach kann ich mich seit 01.09.2017 "zertifizierter Mediator" nennen. Die Voraussetzungen nach § 7 der ZMediatAusbV liegen vor. Zertifizierte Mediator_innen müssen gem. § 3 Fortbildungen im Umfang von 40 Stunden im Zeitraum von vier Jahren nachweisen. Diese Zeitspanne beginnt mit Inkraftreten der Verordnung am 01.09.2017.

Was allgemein beklagt wird ist, dass die Verordnung eine "Selbstzertifizierung" zugrunde legt. Das bedeutet, dass sowohl die Ausbildung, als auch die Fortbildung nicht überprüft wird und dass die Nutzung des Zusatzes "zertifizierter Mediator" darauf beruht, dass, wer sich so bezeichnet, auch die Anforderungen erfüllt.
Wer den Zusatz "zertifizierter Mediator" nutzt, obwohl er die Voraussetzungen nicht erfüllt, muss mit einer Abmahnung und ggf. einer Unterlassungsklage.


Die Verordnung regelt also lediglich die Aus- und Fortbildung der Mediator_innen gem. dem MediationsG, sie sieht keine offiziellen Stellen zum Nachweis der Qualifikation vor.

Ich gehe davon aus, dass die Kolleg_innen, die den Zusatz zertifizierter Mediator/zertifizierte Mediatorin nutzen, die entsprechenden Qualifikationsnachweise auch erworben haben.

Da ich seit meiner Ausbildung mehr als 100 Mediationen mit Erfolg durchgeführt habe, verfüge ich, neben dem Qualifikationsnachweis gem Verordnung, über große und fundierte praktische Erfahrungen, die meine Befähigung zur Genüge dokumentieren.

Was genau ist eigentlich Mediation?

Haben Sie sich das auch schon gefragt?
Ist Ihnen auch schon passiert, dass Sie Mediation und Meditation verwechselt haben?

Ich will hier kurz erklären, was Mediation ist.

Zunächst aber möchte ich Ihnen gerne sagen, dass es
nichts mit Meditation zu tun hat.
Das soll nun nicht gegen eine Meditation sprechen, aber das eine hat mit dem anderen eben nichts zu tun.
Wenn Sie die Geduld aufbringen, diesen Artikel bis zum Ende zu lesen, dann gehe ich auch gerne noch einmal auf den Begriff Meditation ein.

Nun aber zu meinem eigentlichen Anliegen, Ihnen einfach und kurz zu erklären, was Mediation, genauer, was eine Mediation ist.

Wie vieles kommt auch dieser Begriff aus dem englischen Sprachraum, genauer aus den USA und bedeutet soviel wie "Vermittlung".
Im deutschen verwendet man eher die Übersetzung "Konfliktlösung" oder "Streitschlichtung". Wobei für mich ersteres der treffendere Ausdruck ist.
Also verwende ich hier Mediation als gleichbedeutend mit Konfliktlösung.

Damit sind wir schon mitten im Thema.
Mediation wird also dort angewandt, wo ein Konflikt zu lösen ist.
Dies kann in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen passieren. So z. B. in Familien, in Paarbeziehungen, zwischen erwachsenen Kindern und Eltern, zwischen Eltern und Lehrer_innen, zwischen Arbeitskolleg_innen, zwischen Geschäftspartnern etc.

Zunächst versuchen Sie wahrscheinlich einen Konflikt dadurch zu lösen, dass Sie mit der anderen Konfliktpartei das Gespräch suchen. Gelingt dies nicht oder nicht zu Ihrer Zufriedenheit, dann kann es sinnvoll sein den Konflikt, mit Hilfe eines Dritten zu klären bzw. zu lösen.
Im Falle einer Mediation ist der Dritte ein Mediator oder eine Mediatorin.

Nun wird häufig angenommen, dass ein Mediator ein "neutraler" Dritter ist.
Wir Mediatoren verstehen jedoch unsere Position nicht als neutral sondern als
"allparteilich".
Wir sind stehen also nicht zwischen den Konfliktparteien, sondern ergreifen für beide Seiten Partei.
Dies unterstützt die Konfliktparteien bei der Suche nach einer einvernehmlichen Lösung.

Und diese Suche, der Mediationsprozess, wird also von dem Mediator oder der Mediatorin organisiert. Dafür sind wir Mediator_innen zuständig.
Das Ergebnis der Mediation liegt in der Verantwortung der Medianten.

Damit sind die Rollen klar verteilt und es kann losgehen.

Die Mediator_innen strukturieren den Prozess der Mediation so, dass

  • der Konflikt von beiden Konfliktparteien aus der jeweiligen Perspektive dargestellt wird;
  • der Konflikt "erhellt" wird, das heißt, dass die Interessen der beiden Konfliktparteien deutlich werden (worum geht es jeder Konfliktpartei);
  • jede Konfliktpartei erkennt, was ihr Anteil an dem Konflikt ist (denn nur diesen Anteil kann sie ändern);
  • jede Konfliktpartei verstehen kann, was sie selbst und die andere Konfliktpartei braucht, damit der Konflikt gelöst werden kann;
  • eine einvernehmliche Lösung in einer Vereinbarung (mündlich oder schriftlich) festgehalten werden kann.

Einfach oder?

Wenn Sie wissen wollen, ob eine Mediations für Sie geeignet ist, rufen Sie mich an 0171-8418026 hinterlassen Sie ggf. eine Nachricht mit Ihrer Rufnummer und ich melde mich bei Ihnen.

Nur Mut!
Machen Sie's einfach, wenn Sei es einfach haben wollen.

Und wenn Sie da Ganze lieber mal als Video erklärt haben möchten, dann schauen Sie mal
hier rein...



Wenn der Wolf die Giraffe umarmt...

...dann geht es beiden gut.

Und das soll auch im Alltag so sein.
Jedenfalls wünschen sich viele, dass weniger die Wolfssprache im Vordergrund steht und die Giraffensprache Eingang in unseren Alltag findet.

Aber es ist so verdammt schwer, die Methode "Gewaltfreie Kommunikation" im Alltag anzuwenden.

Und da liegt auch schon der erste Fehler, denn die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) ist
keine Methode! Ganz im Gegenteil, es ist eine Haltung, die sich jeder Mensch aneignen kann, da wir alle schon sehr viele Voraussetzungen dazu mitbringen. Wir müssen diese Ressourcen nur wieder neu entdecken und durch Übung zur Anwendung bringen.

Wie das gehen kann, kann jeder Interessierte Mensch in dem zweitägigen

Workshop "Wenn der Wolf die Giraffe umarmt..."

vom 10. bis 12. Mai 2019 selbst erleben.

In den zwei Tagen werden sowohl die Grundlagen der GFK erlernt, als auch in Übungen gefestigt. Darüberhinaus gibt es Übungen, die alltagstauglich sind und so helfen, Schritt für Schritt, die GFK-Haltung zu erlernen.

Der Workshop beginnt am 10.05.2019 um 16:00 h bis 19:00 h und geht am 11.05.2019 und 12.05.2019 jeweils von 10:00 h bis 17:00 h weiter.

Kosten: 185 €
(zzgl. 19% MwSt.) = 220,15 €
In dem Preis sind kalte und warme Getränke und kleine Snacks enthalten.

Anmeldung hier!

Den Flyer dazu gibt's
hier.

Supervison für Mediator_innen im Rahmen...

... im Rahmen des Projekts "Supervision für Mitglieder und Gäste der Regionalgruppe des BM e. V." wird nun auch von mir mitgetragen.

Ich freue mich, als langjähriges Mitglied des BM e. V. auch dieses Projekt mit gestalten zu können.

Im Rahmen dieses Projektes biete ich mehrere Termine an.

Der nächste Termin ist 27.04.2019 um 14:00 - 16:00 h.


Die Konditionen und Grundlagen zur Teilnahme an dem Supervisionsprojekt der Regionalgruppe Berlin - Brandenburg des BM e. V. können Sie
hier herunterladen.




Termin des nächsten Übungsabends GFK

…ist am 07.05.2019 um 18:30 h in den Räumen des MediationsZentrum
Berlin e. V.


Der Übungsabend ist für alle, die achtsamer mit sich und anderen Menschen umgehen möchten, offen.

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Bild*: Übung: Mit Karten die Benennung der Gefühle verbessern.

Übungsgrundlage sind eigene Kommunikationssituationen, die als verbesserungsfähig erlebt wurden und verschiedene Übungen, um das GFK-Verhalten zu verbessern.

Lassen Sie sich überraschen, wie gut Sie mit der GFK den Umgang mit anderen Menschen von unangenehmen Gefühlen entlasten können und dadurch zu einer entspannteren und stressfreieren Kommunikation gelangen können.
Kommen Sie einfach dazu.

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Übung: Wolfs- und Giraffensprache

Notiz für Ihren Kalender:


iCal-20190329-130933

Weitere Informationen zum "Übungsabend GFK" finden Sie
hier.



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Bild: Cathrin Bach, Konzept und Bild, Berlin, 2017



Supervision für Mediator_innen...

...ist das neue Angebot von hartmanncoaching.

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Nach der ZMediatAusbV der Verordnung zum Mediations Gesetz, müssen Mediator_innen, die nach dem 01.09.2017 ausgebildet werden, mehrere Einzelsupervisionen im Anschluss an, von ihnen durchgeführte oder als Co-Mediator_innen mit durchgeführte Mediationen, vornehmen. Dabei sollen die Mediator_innen Gelegenheit erhalten, über ihre Arbeit zu reflektieren.

Weitere Informationen dazu
hier.



Selbstverständlich biete ich Supervisionen (Einzel- oder Gruppensupervisionen) auch für andere Menschen in beratenden oder sozialen Berufen.
Für Informationen dazu, rufen Sie mich an unter 0171-84 18 026 oder schrieben Sie mir eine
E-Mail.