Was genau ist eigentlich Mediation?

Haben Sie sich das auch schon gefragt?
Ist Ihnen auch schon passiert, dass Sie Mediation und Meditation verwechselt haben?

Ich will Ihnen hier kurz erklären, was Mediation ist.

Zunächst aber möchte ich Ihnen gerne sagen, dass es
nichts mit Meditation zu tun hat.
Das soll nun nicht gegen eine Meditation sprechen, aber das eine hat mit dem anderen eben nichts zu tun.
Wenn Sie die Geduld aufbringen, diesen Artikel bis zum Ende zu lesen, dann gehe ich auch gerne noch einmal auf den Begriff Meditation ein.

Nun aber zu meinem eigentlichen Anliegen, Ihnen einfach und kurz zu erklären, was Mediation, genauer, was eine Mediation ist.

Wie vieles kommt auch dieser Begriff aus dem englischen Sprachraum, genauer aus den USA und bedeutet soviel wie "Vermittlung".
Im deutschen verwendet man eher die Übersetzung "Konfliktlösung" oder "Streitschlichtung". Wobei für mich ersteres der treffendere Ausdruck ist.
Also verwende ich hier Mediation als gleichbedeutend mit Konfliktlösung.

Damit sind wir schon mitten im Thema.
Mediation wird also dort angewandt, wo ein Konflikt zu lösen ist.
Dies kann in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen passieren. So z. B. in Familien, in Paarbeziehungen, zwischen erwachsenen Kindern und Eltern, zwischen Eltern und Lehrer_innen, zwischen Arbeitskolleg_innen, zwischen Geschäftspartnern etc.

Zunächst versuchen Sie wahrscheinlich einen Konflikt dadurch zu lösen, dass Sie mit der anderen Konfliktpartei das Gespräch suchen. Gelingt dies nicht oder nicht zu Ihrer Zufriedenheit, dann kann es sinnvoll sein den Konflikt, mit Hilfe eines Dritten zu klären bzw. zu lösen.
Im Falle einer Mediation ist der Dritte ein Mediator oder eine Mediatorin.

Nun wird häufig angenommen, dass ein Mediator ein "neutraler" Dritter ist.
Wir Mediatoren verstehen jedoch unsere Position nicht als neutral sondern als
"allparteilich".
Wir sind stehen also nicht zwischen den Konfliktparteien, sondern ergreifen für beide Seiten Partei.
Dies unterstützt die Konfliktparteien bei der Suche nach einer einvernehmlichen Lösung.

Und diese Suche, der Mediationsprozess, wird also von dem Mediator oder der Mediatorin organisiert. Dafür sind wir Mediator_innen zuständig.
Das Ergebnis der Mediation liegt in der Verantwortung der Medianten.

Damit sind die Rollen klar verteilt und es kann losgehen.

Die Mediator_innen strukturieren den Prozess der Mediation so, dass

  • der Konflikt von beiden Konfliktparteien aus der jeweiligen Perspektive dargestellt wird;
  • der Konflikt "erhellt" wird, das heißt, dass die Interessen der beiden Konfliktparteien deutlich werden (worum geht es jeder Konfliktpartei);
  • jede Konfliktpartei erkennt, was ihr Anteil an dem Konflikt ist (denn nur diesen Anteil kann sie ändern);
  • jede Konfliktpartei verstehen kann, was sie selbst und die andere Konfliktpartei braucht, damit der Konflikt gelöst werden kann;
  • eine einvernehmliche Lösung in einer Vereinbarung (mündlich oder schriftlich) festgehalten werden kann.

Einfach oder?

Wenn Sie wissen wollen, ob eine Mediations für Sie geeignet ist, rufen Sie mich an 0171-8418026 hinterlassen Sie ggf. eine Nachricht mit Ihrer Rufnummer und ich melde mich bei Ihnen.

Nur Mut!
Machen Sie's einfach, wenn Sei es einfach haben wollen.

Empathie ...

… ist die Grundlage guter zwischenmenschlicher Kommunikation.

Wo die Empathie nicht vorhanden ist, kann kein Verständnis/Verstehen entstehen.
Weder für mich selbst, noch für andere.

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In Konflikten/Streitigkeiten ist Empathie zwischen den Konflikt-/Streitparteien kaum vorhanden.
Das Verständnis für das Gegenüber tendiert gegen Null und kann meist auch nicht aufgebaut werden.
Zu sehr ist man selbst betroffen, zu sehr ist man darauf aus, "Recht zu haben" oder "zu gewinnen".




Da stört Verständnis nur, da ist Empathie unerwünscht.

Damit aber ist der Eskalation eines Konfliktes Tür und Tor geöffnet.

Denn wo Verständnis nicht vorhanden ist, kann Verstehen nicht Raum greifen und das Gegenüber wird zum "Feind".

Oft wird man sich in einem Konflikt/Streit auch selbst zum Feind: Die Empathie für sich selbst geht verloren.

Denn Empathie ist grundsätzlich auch der Zugang zu den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen.

Wenn ich selbst nicht weiß, was mich bewegt, dann kann ich auch meine Bedürfnisse nicht klar zum Ausdruck bringen und muss vielleicht deshalb streiten.
Denn der/die Andere muss ja eigentlich wissen, was ich brauche, weiß er/sie das nicht, dann …

Jeder Mensch ist empathiefähig*. Nach Rosenberg** entspricht das der Natur des Menschen. Seiner Meinung nach haben wir allerdings im Laufe unserer Geschichte unsere Einfühlsamkeit "verlernt".

Empathiefähigkeit kann gestärkt werden.

Das gelingt zunächst mal am besten, wenn wir bei uns selbst beginnen, denn je mehr wir uns in uns selbst einfühlen können, je eher können wir uns auch in andere hinein fühlen.

Wie kann man Selbstempathie stärken?

Nehmen wir als Beispiel folgende Situation an:

Sie warten auf die U-Bahn. Die Anzeige informiert Sie darüber, dass der nächste Zug in ca. 5 Min. einfahren wird.
Vielleicht stehe Sie zunächst einfach so rum um blicken um sich. Sie bewegen sich von einem Fuß auf den anderen. Sie schauen in die Richtung aus der die Bahn kommen müsste. Ihr Blick streift die Anzeige, die noch immer 5 Min. anzeigt. "Das dauert aber lange., schießt es Ihnen durch den Kopf. Und sie verlagern wieder das Gewicht von einem Fuß auf den anderen, gehen zwei drei Schritte den Bahnsteig entlang, bleiben stehen und schauen sich um.
Sie werden langsam unruhig, nervös, zappelig etc. "Auf die Verkehrsbetriebe ist auch nie Verlass.", denken Sie.
Jetzt kommt noch etwas Wut zur Unruhe. Der Blick auf die Anzeige, die nun bei 4 Min. steht bestätigt Sie in der Annahme, dass die Verkehrsbetriebe "es einfach nicht können".
Immer muss man warten. Nie kommt die Bahn pünktlich. Viel zu wenig Züge. Viel zu wenig Personal. Und dazu ist der Bahnsteig noch verdreckt.

Sie "fühlen" sich immer unruhiger und nervöser.

Aber, Sie haben ja für Ihre Unruhe einen Schuldigen ausgemacht (die Verkehrsbetriebe) und Sie reagieren wütend auf diesen Verursacher Ihrer Ungeduld.
Wenn Sie ihm jetzt gegenüberstünden, würden Sie ihm ordentlich die Meinung sagen.
Mit anderen Worten: Sie würden streiten.

Wäre dieser Streit jedoch notwendig oder gar sinnvoll?

Ist Ihnen diese oder eine ähnliche Situation vertraut?

Eine Übung dazu, die Sie überall und zu jeder Zeit durchführen können:

Sie spüren, dass z. B beim Warten (auf die U-Bahn, auf eine Verabredung, auf den Kellner etc.) Ungeduld/Unruhe in Ihnen entsteht und sich ausbreitet. Es ist ist ein direktes körperliche Gefühl (kribbeln im Bauch, Reaktionen der Extremitäten etc.)
Bevor Sie der Ungeduld/Unruhe Raum geben, atmen Sie zunächst bewusst und ruhig durch die Nase ein und durch den Mund aus. Konzentrieren Sie sich 10 Atemzüge lang nur auf das Ein und Ausatmen. Wenn Sie in einer Situation sind, in der es möglich ist, schließen Sie ruhig auch die Augen dabei.
Jetzt können Sie sich auf die wachsende Ungeduld einlassen und zu "erfühlen" versuchen, was diese Ungeduld ausmacht.

- Ist es tatsächlich das Warten auf die U-Bahn (den Kellner etc.)?
- Macht Sie warten häufig nervös und unruhig?
- Wie fühlen Sie sich gerade in dieser Wartesituation? (Denn warten ist nicht gleich warten! Jede Situation ist anders.)
- Was ist das Besondere an dieser Warteposition?

Spüren Sie Ihrem Gefühl nach und versuchen Sie es zu benennen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie es so genau wie möglich bezeichnen und versuchen Sie noch zwei drei andere Bezeichnungen für das Gefühl zu finden. Welche passt am besten?

Vielleicht entdecken Sie mit dieser Übung, dass das Warten auf irgendetwas nicht das Problem Ihrer Unruhe ist, sondern dass eine Wartesituation ein Gefühl in Ihnen erweckt, das Ihnen unangenehm ist (Sie fühlen sich vielleicht ängstlich, einsam, unsicher etc.).

Mit diesem "gesicherten" Wissen über die wahre Ursache Ihrer Unruhe können Sie nun ergründen, was Sie bräuchten, um mit diesem Gefühl in dieser Situation besser umgehen zu können.

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Denn unsere Gefühle zeigen uns den Weg zu
Toskana
unseren Bedürfnissen und helfen uns zu erkennen,
was wir brauchen, damit es uns gut geht.
Selbstempathie ist also der Weg zu unseren Gefühlen und führt uns zur Klärung unserer Bedürfnisse.









Versuchen Sie es. Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg dabei.









*Psychopathologische Störungen verhindern u. U. die Empathiefähigkeit.
** s. dazu: Marshall B. Rosenberg, Gewaltfreie Kommunikation, Junfermann Verlag, 2004

Der "Streit am Gartenzaun" ...

... ist real, aber auch ein Synonym für den Unfrieden zwischen Nachbarn.
Häufig kommt es vor, dass sich gerade in "bürgerlichem" Wohnumfeld (Reihenhaussiedlung, Einfamilienhäuser, etc.) Streits über Jahre hinweg entwickeln.

Eskalation eines Konflikts

Dabei ist es gar nicht so selten, dass sich die zerstrittenen Nachbarn zu Beginn ihrer Nachbarschaft ganz gut verstanden. Da gab es die gute nachbarschaftliche Hilfe, man tauschte Werkzeug und half auch sonst mal aus, wenn gerade was zu tun war. Da gab es hin und wieder das gemeinsame Grillen, die Kinder spielten miteinander und es gab den Plausch übern Zaun hinweg.

In der Rückschau vermag häufig keine der Konfliktparteien mehr zu sagen, wann es denn anfing mit dem Streit.
Fragt man die Konfliktparteien, von wem der Konflikt ausging, dann ist es immer der jeweils andere gewesen. Man selbst hat dann nur noch reagiert.

Die eine Partei erinnert ein misslungenes Grillfest, die andere einen handgreiflichen Streit der Kinder und so weiter.

Vorkommnisse, die, als sie geschahen nicht wirklich als Streit oder Zerwürfnis empfunden wurden.

Aber mit der Zeit zogen sich die Nachbarn von einander zurück. Einladungen passten zeitlich nicht mehr, man hatte keine Zeit mehr bei irgendwas zu helfen, die Feier des Nachbarn wurde als zu laut empfunden, der Plausch am Gartenzaun schlief ein ...

Langsam schlich sich das Gefühl ein, die anderen wollen nichts mehr mit einem zu tun haben, also verhält man sich so, dass man auch mit ihnen nichts mehr zu tun haben will.

Hat man früher noch gesagt: "War aber ganz schön laut gestern bei euch." Und der Nachbar antwortete: "Ja, aber ich hoffe, ihr konntet trotzdem schlafen."
Heißt es jetzt: "Könnt ihr leiser sein, wir können nicht schlafen." Und die Antwort lautet: "Hab' dich nicht so, bei euch war's letzte Woche auch sehr lange sehr laut."

Beim nächsten Zusammenstoß heißt es dann vielleicht: "Musst du gerade jetzt den Rasen mähen, wo wir auf der Terrasse sitzen wollen?" Und der Nachbar sagt: " Ich kann meinen Rasen mähen wann ich will, da brauch' ich keine Erlaubnis von dir."

Mit der Zeit ist das Verhältnis so "abgekühlt" und so zerrüttet, dass ein "normales" Gespräch kaum noch möglich ist.

Bei jeder Äußerung der einen Konfliktpartei, fühlt sich die andere angegriffen und glaubt, sich verteidigen zu müssen.
Diese Verteidigungshaltung provoziert den anderen wiederum zu immer schärferen Formulierungen, um die Verteidigungshaltung zu durchbrechen, was wiederum zum Ausbau der Verteidigung führt ... et vice versa.

Ist diese Angriffs-Verteidigungs-Spirale erst einmal in Gang gesetzt, dreht sie sich fast von alleine und die Situation spitzt sich zu.

Ganz am Anfang der Spirale hilft nur ein beherztes Anhalten, und Innehalten für sich selbst, nachdenken über die eigene Haltung und über die eigenen Gefühle, die hochkommen, wenn man an den Nachbarn denkt bzw. ihn sieht oder trifft. Bei dieser Selbstreflexion könnten dann Verhaltensweisen erkannt werden, die man bei sich selbst nicht so gut findet und es gäbe die Möglichkeit, das eigenen Verhalten zu ändern.
Diese Selbstreflexion ist jedoch selten.

Viel häufiger wird über den anderen nachgegrübelt. Dessen Verhalten wird analysiert, interpretiert und begutachtet. Und er kommt selten gut weg. Auf der Basis solcher Überlegungen, wird dann versucht, dem nächsten "Schachzug" des anderen zuvor zukommen. "Man hat ihn längst durchschaut" und ihn als "Schuldigen" ausgemacht.
Bloß er weiß es noch nicht und nun geht es darum, ihm das klar zu machen.
Die nächste Eskalationsstufe ist erreicht.

Dabei geht es bei Konflikten grundsätzlich nicht um Schuld oder Nichtsschuld sondern um den jeweils eigenen Anteil am Konflikt.
Jetzt wäre ein geeigneter Zeitpunkt, einen Mediator hinzuzuziehen. Der Konflikt ist noch nicht sehr "heiß" und kann von den Konfliktparteien noch relativ gut und schnell gelöst werden.


Und die Spirale dreht sich weiter.

Jetzt werden andere Nachbarn "informiert", die muss man ja schließlich warnen vor dem "bösen" Nachbarn. Es werden "Mitstreiter" gesucht und gefunden - auf beiden Seiten.
Jetzt beginnt das Unwohlsein größere Dimensionen anzunehmen. Wer steht auf meiner Seite? Wer ist gegen mich? Misstrauisch werden die Zusammenkünfte verschiedener Nachbarn beobachtet: Hat Nachbar X nicht gerade mit dem Konfliktpartner gelacht? Haben die etwa über mich gelacht?
Und so weiter, und so weiter ...
Jetzt geht es darum, den jeweiligen Konfliktpartner sozial auszugrenzen.
Die nächste Eskalationsstufe ist erreicht.

Ab jetzt behaupten beide Konfliktparteien voneinander, dass "man mit denen ja nicht reden kann".
Und da man miteinander nicht reden kann, muss man übereinander reden und vor allem müssen jetzt Fakten geschaffen werden.
Sichtblenden werden angebracht; Laub oder andere Gartenabfälle werden über den Zaun gekippt; Rasen wird dann gemäht, wenn es den anderen am meisten zu stören scheint; der Grill wird nahe am Zaun aufgestellt, damit der Rauch auf das andere Grundstück zieht; bei Feiern wird das Lachen etwas lauter, damit die hören, wie gut man sich amüsiert; im Supermarkt grüßt man sich nicht mehr und ist in der Nachbarschaft irgendwas vorgefallen, war's bestimmt der ....
Die nächste Eskalationsstufe ist erreicht.

Jetzt ist der Konflikt so "heiß", dass er von den Konfliktparteien alleine nicht mehr geklärt werden kann.
Jetzt muss zwingend ein Dritter hinzugezogen werden, der eine Gesprächssituation schaffen kann, die beiden Konfliktparteien die Möglichkeit gibt ihre Sicht darzulegen und die ihnen Schutz bietet. Ein mediator ist mehr als unparteiisch, er ist "allparteilich". D. h. er ist für beide Konfliktparteien gleichermaßen da.


In der Folge werden die Schläge und Gegenschläge immer drakonischer und die Auseinandersetzungen werden immer lauter und heftiger. Klagen und Gerichtsprozesse sind jetzt ein probates Mittel. Es geht jetzt nur noch darum den anderen zu vernichten - auch um den Preis des eigenen Untergangs.
Die letzte Eskalationsstufe ist erreicht.

Wird zu diesem Zeitpunkt ein Mediator hinzugezogen, wird es ein langwieriger und schwieriger Prozess.

Beide Konfliktparteien können den jeweils anderen nur noch als "Feind", dem alles nachbarschaftliche und menschliche abhanden gekommen ist, wahrnehmen. Häufig empfinden die Konfliktparteien auf dieser Eskalationsstufe auch körperliches Unbehagen bis hin zu Schmerzen, wenn sie an den Konfliktpartner denken oder ihn sehen. Sich mit ihm in einem Raum aufzuhalten ist eine große Anstrengung.

Gelingt es den Parteien jedoch, diesen Schritt zu machen, dann ist
der wichtigste Schritt hin zu einer Konfliktlösung getan.

Der Mediator wird nun, den Konflikt deeskalieren, die Dramatik heraus zunehmen und so den Konfliktparteien helfen, wieder einen klaren Blick auf den jeweils anderen zu bekommen. Wenn sich die Konfliktparteien wieder als "Menschen" begegnen können, kann der Konflikt bearbeitet und gelöst werden.

Gewaltfreie Kommunikation im Arbeitsalltag

Haben Sie sich heute schon über jemanden geärgert?

Ja? Sind Sie sicher, dass Sie die Situation adäquat erfasst haben?
Denn meist steckt hinter dem Ärger über andere der Ärger über sich selbst, weil man nich tseinen Bedürfnissen adäquat gehandelt hat.

Machen Sie einfach folgenden Test, dafür brauchen Sie ca. 10 Min. Zeit und Ruhe:
1. Rufen Sie sich die Situation noch einmal in Erinnerung. (Am Besten geht das, wenn Sie kurz die Augen schließen und sich die Situation vergegenwärtigen.)

2. Was genau "beobachten" Sie? (Beobachten meint: was hören, sehen, riechen, schmecken Sie?) Trennen Sie genau zwischen Beobachtung und Bewertung!

3. Was fühlen Sie bei der Beobachtung? (Fühlen meint: Echte Gefühle! Ich fühle mich nicht ernst genommen, ist z. B. kein "echtes" Gefühl. Aber ich fühle mich klein oder hilflos, wäre vielleicht ein adäquates Gefühl.)

4. Was bräuchten Sie, damit sie sich besser fühlen? (Aus Gefühlen erwachsen Bedürfnisse. Z. B. ich bräuchte mehr Zeit um mir Gedanken zu dem zu machen was gerade gesagt wurde/verlangt wurde.)

5. Formulieren Sie jetzt Ihr Bedürfnis als Bitte an ihr (imaginäres Gegenüber). Z. B. "Ich würde gerne nachher noch einmal mit Ihnen darüber reden. Lassen Sie mir ein bisschen Zeit zum nachdenken."

6. Können Sie jetzt eine Veränderung bei sich feststellen? Ja? Erleichterung, keine Verärgerung mehr? Das ist gut, denn jetzt haben Sie die Situation entsprechend Ihrem Bedürfnis gelöst. Auch wenn das Bedürfnis nicht erfüllt wurde, aber Sie haben es erkannt und das hilft Ihnen beim nächsten Mal in ähnlicher Situation weiter.

Merken Sie sich diese Schritte für die nächste Situation, versuchen Sie in der Situation Bewertung von Beobachtung zu trennen und spüren SIe Ihren Gefühlen bei der Beobachtung nach, so erkennen Sie ihr Bedürfnis und können es auch äußern.

Mit ein bisschen Übung geht das ganz gut und Sie müssen sich nicht mehr soviel über jemanden ärgern, denn meist ärgern Sie sich dabei über sich selbst und dabei geht es Ihnen nicht gut.

Wenn Sie den Test gemacht haben, würde ich mich über ein Feedback per E-Mail freuen.

Ich wünsche Ihnen noch eine angenehme und ärgerfreie Zeit.

P.S.: Mehr zu Gewaltfreie Kommunikation sowie Übungen dazu lernen Sie auf dem eintägigen
Workshop: Gewaltfreie Kommunikation im Arbeitsalltag

Informationen über Mediation ...

... erhalten Sie beim nächsten kostenlosen Info-Abend Mediation am Dienstag, dem 07.09.2010.
Wenn Sie in einem aktuellen Konflikt stecken und keine Lösung in Sicht ist, kann Mediation Sie bei der Suche nach einer einvernehmlichen Lösung unterstützen.

Wenn Sie ersteinmal genauer wissen wollen, wie eine Mediation abläuft und ob das für Sie richtig ist, dann besuchen Sie doch den
Info-Abend Mediation dort kann ich Ihre Fragen beantworten.

Bitte melden Sie sich per E-Mail info(at)hartmanncoaching(dot)de an.

Ich freue mich, Sie beim "Info-Abend Mediation" begrüßen zu können.